10’000 Dinge und 60’000 Gedanken: Wie soll man da den Überblick behalten?

By Tanja | Ausmisten

Mai 30

Jeder Mensch besitzt um die 10'000 Dinge und denkt um die 60'000 Gedanken pro Tage. Diese Zahlen werfe ich jetzt einfach mal so in den Raum. Wirklich nachgezählt hat das vermutlich niemand. Doch sicher ist, beide Zahlen werden ziemlich hoch sein. Bei den  meisten von uns. Ich habe mal grob überschlagen, wie viele Dinge ich so in meinem Zuhause habe - bei 3'876 habe ich aufgehört zu zählen und da war weder der Keller mit dem einen oder anderen unausgepackten Karton vom letzten Umzug, noch die Tupperwaren-Schublade mit dabei.

Auch die Story mit den Gedanken habe mir mal genauer angeschaut, in dem ich den Handywecker jede Stunde habe klingeln lassen und dann aufgeschrieben habe, was für Gedanken da so durch mein Köpfchen schwirren. Ich muss dir sagen, das war ganz schön ernüchternd. Ich dachte ja immer, dass ich echt viele schlaue Gedanken denke – böser Fehler. Wenn ich beim Aufschreiben ehrlich mit mir selbst war, dann musste ich feststellen, dass die meisten dieser Gedanken weder hilfreich, noch motivierend oder inspirierend, noch liebevoll mir selbst gegenüber waren. Im Gegenteil, das war ein riesengrosser, bunt gemischter Haufen an Bewertungen, Ansichten, Rechtfertigungen und Bullshit-Bingo.

Inzwischen habe ich auch gelernt, dass der grösste Teil der Gedanken, den wir so vor uns hindenken, gar nicht unsere eigenen sind und dass es echt coole Tools gibt, um aus diesem nervigen Gedankenkarussell wieder heraus zu hüpfen. Ausmisten & Loslassen von Krempel, der belastet, schwer macht & zurückhält, von was auch immer wir uns erträumen, ist der erste Schritt hin zu Happy Home. Happy You. Das ist nicht immer spassig, weil da manches Mal Dinge & Themen hervorkriechen, die wir vielleicht lieber unter den Tisch kehren würden. Doch sobald sie sichtbar sind, können sie auch entsorgt werden. Das gibt Freiraum, Leichtigkeit und schafft Platz für das, was wirklich zählt für dich.

Im Laufe der Zeit habe ich sehr viele Tools & Übungen für mich entdeckt, wieder verworfen, neu interpretiert, vereinfacht und geschaut, was funktioniert für mich. Ich liebe es leicht & pragmatisch. Das heisst, ich probiere es aus, wenn es mich triggert.

Das, was funktioniert, behalte ich bei. Wenn etwas nicht funktioniert oder schwerfällig ist, wird es ausgemistet.

Vielleicht ist ja auch etwas für dich dabei.

Meine Top 7 an Inspirationen

Bewegung

So, wie du dich fühlst und so, wie du dich bewegst, hängt sehr eng miteinander zusammen. Da könnte man sich fragen: Was war zuerst da – die Henne oder das Ei? Gute Frage, doch eigentlich ist das komplett wurscht. Wenn du dich anders fühlen möchtest, bewege dich. Richte dich auf, ziehe die Schultern zurück und den Bauch sanft ein, strecke die Brust heraus und atme tief in den Bauchraum – mit hoch erhobenem Kopf und hoch gezogenen Mundwinkeln, ganz so, als ob du lächeln würdest. Fühlt sich das nicht gleich ganz anders an, als wenn du die Schultern hängen lässt und die Mundwinkel nach unten ziehst? Was auch immer super hilft, um schlechte Laune zu vertreiben: Den Hampelmann machen (kennst du es noch, dieses lustige Kinderspiel?), wild tanzen (ganz so, als ob niemand zuschaut) oder einfach spazieren gehen in der Natur.

Dankbarkeit

Ein Klassiker. Nein, das beste Tools überhaupt. Eines, das wirklich funktioniert und ziemlich magisch ist. Finde jeden Tag mindestens drei Dinge, für die du dankbar bist und wenn du magst, schreibe sie auch auf. Die Dinge, für die du dankbar bist, können sehr banal sein. Die warme Dusche am Morgen, das kuschelige Bett, der Sonnenuntergang, die Beweglichkeit deines Körpers, die Sonnenstrahlen auf der nackten Haut … das ist alles nicht selbstverständlich. Dankbarkeit ist ein grossartiger Booster für was auch immer du haben möchtest. Je dankbarer du für das bist, was du bist (für dein Sein), für das, was du bereits hast (die Dinge in deinem Zuhause, deine Familie, deinen Job …) und für das, was du tust (deine Projekte, deine Aufgaben, dein Job), umso mehr tolle Menschen, Dinge, Abenteuer können in dein Leben kommen. Je tiefer du diese Dankbarkeit spürst und wahrnimmst, umso mehr magische Momente kommen.

Anerkennung

Ganz eng damit verknüpft ist auch das Anerkennen. Hast du dich selbst und das, was du tust und bist, schon mal wirklich anerkannt? Aus ganz tiefem Herzen heraus. Wir nehmen sehr viele Dinge häufig als selbstverständlich an. Ist doch nix besonderes – hörst du dich das auch häufiger mal sagen? Falls ja, dann ist dieses Tool wie für dich gemacht. Erkenne für die nächsten 72 Stunden mal an, was du bist, tust, machst, kreierst, gestaltest, in die Welt bringst. Es ist nicht selbstverständlich und die Welt braucht mehr von dir. Das tolle am Anerkennen ist, dass du plötzlich einige Aha-Erlebnisse hast und dir bewusst wirst, was für ein wundervolles Wesen du bist. Schicke deine Bewertungen über dich in den Urlaub und dann geniesse dich.

Ziele

Interessanterweise wissen die meisten Menschen immer ganz genau, was sie nicht wollen. Jedoch nur sehr wenige, was sie wirklich wollen. Die meisten haben keine Ahnung, welche Ziele sie im Leben (oder auch nur schon für den Tag) haben und wie sie ihr Leben gestalten möchten. Werde dir klar, was du willst und schreibe deine Ziele am besten auf. Dieses Tool hilft mir immer wieder, meinen wirren Kopf zu klären und mir klar zu werden, wohin meine Lebensreise gehen soll. Wenn ich weiss, was ich will, kann ich auch die entsprechenden Schritte gehen und loslegen, mein Leben zu kreieren und nicht von den Zielen anderer gelenkt zu werden.

Fokus & Intention

Fokussiere dich auf das, was du möchtest. Nicht auf das, was du nicht willst. Mein Lieblingsspruch dazu (den wirst du häufiger lesen bei mir): «Energy flows, where attention goes.» Lasse deine Energie dahin fliessen, wo es grossartige Momente und Abenteuer zu erleben gibt und zu Dingen und Menschen, die dich so richtig glücklich machen. Setze dann eine klare Absicht und schaue mal, wieviel Wunder & magische Momente plötzlich für dich aufpoppen. Aufmerksamkeit fokussiert & Absicht transformiert.

Kopf-Detox

Detox tut nicht nur deinem Körper ab und an gut, auch dein Kopf profitiert von einer Entschlackungskur. Miste doch gleich mal deinen Medien-Konsum aus. Jeden Tag hören und sehen wir gerade so viele Schreckensnachrichten. Die Frage ist: Musst du dir das wirklich immer antun – jede einzelne davon? Sag doch einfach mal: Bad News? Heute nicht mit mir. Dann verzichte an diesem Tag darauf, die Zeitung zu lesen, Nachrichten zu hören oder achtlos auf Social Media herum zu surfen. Keine Sorge, du wirst nichts Wichtiges verpassen. Wenn es etwas gibt, das du wirklich wissen musst, kommt es bei dir an. Ansonsten konzentriere dich einfach mal einen Tag lang auf das Schöne und Positive in der Welt. Das ist solch eine Erleichterung.

Raum-Detox

Ja, auch hier braucht es immer mal wieder eine Entschlackungskur. So richtig bewusst geworden ist mir das während meiner Feng Shui-Ausbildung. Die Räume stehen für Lebensbereiche und ziemlich häufig gibt es da Zusammenhänge. Du musst jedoch gar nichts weiter von Feng Shui verstehen, sondern einfach deiner Intuition vertrauen. Schaue dich mal um in deinen Räumen – du siehst dann sehr schnell, wo eine Entschlackung sinnvoll wäre. So eine Ausmist-Session kann extrem befreiend und erleichternd sein.

Happy Tipp: Miste nicht aus, wenn es dir schlecht geht – das führt meistens zu ziemlich unbefriedigenden Ergebnissen. Im Schlechte-Laune-Fall putze lieber und räume auf – das kann wiederum zu einer echten Kehrtwende deiner Laune führen.

3 weitere Tipps & 54 zusätzlich Impulse bekommst du in meinem Buch Happy home. Happy you. Let's create it!

Und um nochmals auf die 10'000 Dinge & die 60'000 Gedanken zurück zu kommen - starte doch gleich mal damit, 5 Dinge ausziehen zu lassen, die kein Beitrag mehr für dich sind. Miste mit der Intention aus, dass du Platz schaffst für das, was du wirklich liebst. Und bei den Gedanken - fange nicht an, deine Gedanken kontrollieren zu wollen (das funktioniert nicht und ist einfach nur anstrengend) ... sondern richte dich ganz bewusst auf das aus, was du dein Herz zum Hüpfen und deine Augen zum Strahlen bringt und lasse die schweren Gedanken wie Schäfchenwolken an dir vorbei ziehen. Sie sind da, sie dürfen da sein. Doch sie beschweren dich nicht.

Jede Menge happy moments für dich,
deine Mrs Happy Tanja