Was du vom Wandern für dein Alltagsglück lernen kannst

By Tanja | Glück

Apr 02
Glücksmomente - was ich vom Wandern für den Alltag lerne

Wandern lüftet meinen Kopf, entspannt meinen Körper und klärt meinen Blick – das ist das Schöne daran. Regelmässig überschreite ich meine Komfortzone – das ist das Anstrengende daran. Ich kann gar nicht zählen, wie häufig ich schon gesagt habe, dass ich auf keinen Berg mehr steigen werde, wie oft ich vor mich hingeflucht habe, während ich einen Fuss vor den anderen gesetzt habe – manchmal war es zu anstrengend, manchmal zu steil, manchmal zu schlechtes Wetter, manchmal war ich erschöpft und manchmal hatte ich einfach keine Lust.

Doch jedes Mal, wenn ich dann trotzdem weiter gegangen bin und ich meinen inneren Schweinehund so weit gezähmt hatte, dass er zu meinem Buddy wurde, wurde ich mit grandiosen Ausblicken und Glücksmomenten belohnt.

So ist es doch auch häufig im Alltag. Wir kämpfen und ringen mit unserem inneren Schweinehund, rennen durch den Tag und sind abends erschöpft. Haben jedoch gleichzeitig das Gefühl, nicht wirklich etwas Sinnvolles getan zu haben, schieben To Do’s auf und tun Dinge nicht, obwohl wir wissen, dass wir sie tun sollten… Dummerweise sind sie nämlich am nächsten Tag immer noch da.

Der Schweinehund wird von Tag zu Tag grösser, weil er einfach nicht im Zaum gehalten werden kann.

Glücksmomente sammeln - was du vom Wandern für den Alltag lernen kannst

Wieso das Gipfelglück beim Wandern & dein Alltagsglück viel stärker miteinander zusammenhängen, als du vielleicht denkst

Was das Wandern mit deinem Alltag zu tun hat & wie du deinen inneren Schweinehund zum Best Buddy machst, hier ein paar Inspirationen für mehr Alltagsglück:

  1. Suche dir deinen Gipfel aus. Schaue auf der Karte, welchen Gipfel du erreichen möchtest.  Welche Aussicht möchtest du geniessen? Welche Tour möchtest du laufen? Und dann plane die Route dorthin. Was beim Wandern so selbstverständlich erscheint, sollte es auch im Alltag und bei unseren Zielen sein. Alltagsglück-Tipp: Ohne Ziel weisst du nicht, wo es hingehen soll. Und sich im Kreis zu drehen oder die immer gleichen Wege zu laufen, ist auf Dauer nicht sehr erfüllend und wird langweilig. Frage dich deshalb: Was möchtest du erreichen? Welche kleinen und grossen Herzensziele hast du?
  2. Packe deinen Rucksack sorgfältig. Überlege dir gut, welche Dinge du auf deiner Wanderung brauchst und was du mitnehmen möchtest. Was kannst du mitnehmen, ohne dass der Rucksack zu schwer wird? Du weisst ja, du musst ihn auf der ganzen Tour schleppen und ein, zwei Kilo hin oder her machen einen grossen Unterschied. Überlege gut, was du wirklich brauchst und nimm genau das mit. Eine gute Ausrüstung erleichtert den Trip. Doch das wichtigste daran bist du, dein Mut und dein Selbstvertrauen. Alltagsglück-Tipp: Auch im Alltag beschweren wir uns oft unnötig mit Gedanken und Dingen, die nicht nützlich sind. Auch hier schleppen wir manchmal schwer an Unnötigem. Frage dich deshalb immer wieder: Was ist wirklich nötig - und was ist nur unnötiger Ballast?
  3. Fange langsam an zu gehen. Beim Wandern zählt jeder einzelne Schritt. Und jeder einzelne Schritt bringt dich dem Gipfel um einen Schritt näher. Als kleine Spielerei liebe ich es, meine Schritte zu tracken, das motiviert mich ungemein und ich freue mich dann über die vielen, vielen Schritte, die im Laufe einer Wanderung zusammen kommen. Alltagsglück-Tipp: Auch im Alltag gilt, wenn du  nicht einfach mal anfängst zu gehen, kommst du nirgendwo an. Weder auf dem Gipfel, noch ans Ende deiner To Do Liste, noch bei deinen Zielen. Gehe jetzt gleich einen ersten kleinen Schritt, bei einer Sache, die du erreichen oder erledigen möchtest.
  4. Finde dein eigenes Tempo. Auch wenn du langsamer bist als deine Mitwanderer. Lass dich nicht beirren und finde deine eigene Geschwindigkeit. Nur so hälst du die gesamte Strecke gut durch. Alltagsglück-Tipp: Auch im Alltag gilt, es ist wichtig, dass du die Dinge in deinem eigenen Tempo angehst. Wenn andere dir sagen, du solltest dieses oder jenes langsamer oder schneller tun - prüfe für dich, ob es auch wirklich passt. Und falls nein, tue es in deinem Tempo. 
  5. Gönne dir Pausen. Bei einer Wanderung geht es ja nicht darum, sich zu hetzen und letztendlich ist der Gipfel zwar das grosse Ziel, doch der Weg dorthin zählt mindestens genauso. Bleibe immer mal wieder stehen und geniesse die Aussicht und die schönen Rastplätze. Alltagsglück-Tipp: Ich kenne das nur allzu gut. Ein Stimmchen im Ohr sagt immer wieder: Pausen halten auf. Pausen bringen nix. Pausen sind was für Faule. Doch das Gegenteil ist der Fall. In einer Pause sammelst du Kräfte für die nächste Etappe. Du kannst wieder auftanken. Gönne dir deshalb regelmässige Pausen.
  6. Sei achtsam, sorge gut für dich. Zu den Pausen gehört auch eine kräftige Brotzeit und genügend Wasser, um den Körper bei Laune zu halten und die Energiezufuhr zu sichern. Ebenso wichtig ist es, dass du die passenden Klamotten dabei hast, für Sonnen- oder Regenschutz sorgst und einfach auf dich und deine Bedürfnisse achtest. Alltagsglück-Tipp: Vielleicht kennst du das auch im Alltag ... Du denkst an alle und alles und vernachlässigst dabei den wichtigsten Menschen: Dich selbst. Nicht umsonst, muss man in einem Flugzeug zuerst sich selbst sichern, bevor man andere Mitreisende unterstützt. Schaue heute mal zuallererst nach deinen Bedürfnissen und sorge gut für dich. Selbstfürsorge ist überhaupt nicht egoistisch.
  7. Starker Wind? Regenschauer? Kälteeinbruch? Nicht schön. Doch in den Bergen schlägt das Wetter häufig schnell mal um. Und auch wenn dir der Wind mal stärker entgegen bläst, geh unbeirrt weiter. Das Wetter wird sich wieder ändern und mit passender Ausrüstung ist es gleich weniger schlimm. Falls es wirklich mal sehr unangenehm wird, suche dir einen Unterschlupf und warte ab, bis es sich bessert. Alltagsglück-Tipp: Ja, auch im Alltag schlagen uns öfter mal harsche Winde entgegen, unfreundliche Zeitgenossen bellen uns an oder wollen das Unmögliche.  Lass dich davon nicht zu sehr beirren. Gehe einfach trotzdem weiter oder suche dir einen kuscheligen Unterschlupf, um mal tief durchzuatmen. Hier hilft es sehr, nicht immer alles persönlich zu nehmen. Vielleicht hatte der andere einen schlechten Tag. Lass dir nicht von einem Schlecht-Wetter-Morgen den ganzen Tag vermiesen, sondern mache einen Schön-Wetter-Nachmittag daraus.
  8. Manche Gipfel muss man sich hart erkämpfen. Manche Gipfel fordern so viel, dass du zwischendurch denkst: Ich kehre jetzt um. Doch sei dir sicher, du schaffst mehr, als du denkst. Immer. Manchmal geht es leicht und schnell und manchmal ist es mühsam und kräftezehrend. Und manchmal geht es nur darum, einen Schritt vor den anderen zu setzen und nicht aufzugeben. Und zwar solange bis du tatsächlich auf dem Gipfel stehst. Alltagsglück-Tipp: Manche Ziele sind so kräftezehrend, dass man sich am liebsten ein neues Ziel suchen würde, das weniger anstrengend ist. Doch hier gilt: Wenn es dich herausfordert und dein Herz trotzdem laut JA ruft, dann ist dein Herzens-Ziel, an dem du unbedingt dran bleiben solltest. Du schaffst immer mehr, als du denkst.
  9. Du siehst den Gipfel nicht immer. Die ganze Zeit hatte man den Gipfel im Blick und plötzlich ist er weg. Wie verschwunden. Und doch muss man manchmal nur um die nächste Biegung laufen, um ihn wieder zu sehen. Alltagsglück-Tipp: Auch bei unseren Zielen haben wir den Ziel-Gipfel nicht immer im Blick. Doch wie schade wäre es, einfach aufzuhören - obwohl der Gipfel vielleicht nur noch wenige Schritte entfernt ist. Wenn du fühlst, dass es dein Ziel wert ist: Bleibe dran, die (ersten und die) letzten Meter sind immer die härtesten.
  10. Schaue ab und an mal zurück. Kennst du dieses wunderbare Gefühl, auf einer Wanderung mal kurz zurück zu schauen und zu sehen, wieviel Strecke du innerhalb kürzester Zeit zurück gelegt hast? Ich liebe diesen Blick und er motiviert mich ungemein. Sehe ich so doch, wie gut ich vorwärts komme, obwohl es nicht immer so erscheint. Alltagsglück-Tipp: Auch in deinem Alltag lohnt es sich, immer mal wieder kurz innezuhalten und dir klar zu machen, was du schon alles wunderbares erreicht und geleistet hast. Das ist nicht selbstverständlich. Lobe dich dafür. Gib dir liebevolle Anerkennung für die vielen, vielen Schritte die du gemacht hast.  
  11. Mache kleine, achtsame Schritte – ansonsten rutscht und stolpert man über kleine Steine, über die man eigentlich locker hinweg steigen könnte. Manche Wanderwege sind so steinig, so geröllig oder so rutschig, dass ein kleiner Fehltritt unangenehme Folgen hat. Kleine, achtsame Schritte helfen, auf dem Weg zu bleiben und sicher oben anzukommen. Und nicht jeder Stein, der im Weg liegt, behindert deinen Weg. Manche Steine (Steinmännchen) weisen dir den richtigen Weg. Alltagsglück-Tipp: Auch im Alltag ist nicht jeder Weg asphaltiert. Schaue deshalb auch hier auf deinen Weg. Manchmal helfen im Weg liegende Steine, auf dem richtigen Weg zu bleiben.
  12. Verzettle dich nicht in Details, doch achte auf Details. Halte deinen Blick auf das gesamte Panorama gerichtet, um den Überblick zu behalten. Und achte auf die kleinen Details, wie die Steinmännchen-Wegmarkierung oder die schöne Blüte am Wegesrand. Alltagsglück-Tipp: Dies kann manchmal zu einem echten Balance-Akt ausarten. Das grosse Ziel im Blick zu behalten, sich nicht zu verzetteln und das tägliche Alltagsglück zu geniessen. Puh ... Tief durchatmen hilft hier, wie eigentlich überall im Leben. Und auch, wenn du damit anfängst, dich täglich neu zu fokussieren und immer wieder zu schauen, was wirklich wichtig für dich ist, so dass du dich mit den richtigen Details beschäftigst.
  13. Manchmal muss man auch wieder ein Stück zurück gehen, um vorwärts zu kommen. Ich mag Rundwanderwege lieber, doch manchmal geht es nicht anders und man muss zumindest ein Teilstück wieder zurück gehen. Wundersamerweise eröffnet das ganz neue Ausblicke, die man auf dem Hinweg noch nicht gesehen hat oder sehen konnte. Es ist dann kein Zurück-Gehen, sondern eher ein Neu-Entdecken. Alltagsglück-Tipp: Ja, auch der Alltag hält die eine oder andere Extra-Schleife für uns bereit. Wie überall haben wir mehrere Alternativen, damit umzugehen. Nerve dich darüber, dass es scheinbar stockt oder rückwärts geht oder freue dich darüber, was du noch so alles lernen und entdecken kannst. Du entscheidest.

Wie ist das bei dir - welche Gipfel möchtest du noch erreichen? Was lernst du von deinen sportlichen Aktivitäten für den Alltag? Freue mich auf deinen Kommentar.

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