Bringe mehr Harmonie in dein Zuhause mit Yin und Yang

By Tanja | Feng Shui

Apr 09
Yin und Yang in Balance - Feng Shui Tipps

Sicherlich hast du das Yin und Yang Symbol schon häufiger gesehen. Und dich vielleicht auch das eine oder andere Mal gefragt, was es damit auf sich hat. Und natürlich kommen wir – wenn wir über Feng Shui sprechen – auch nicht an Yin und Yang vorbei.

Yin und Yang drücken zwei entgegen gesetzte Energien aus und doch gehören sie ganz eng zusammen. Denn es ist immer so, dass Yin Yang braucht und Yang Yin. Das eine ohne das andere führt zu einem Ungleichgewicht. Du erkennst das auch am Symbol selbst – im Yang ist der schwarze Yin Punkt und im Yin der weisse Yang Punkt.

Es ist also niemals eine Einteilung in gut oder böse, schlecht oder besser, sondern es geht immer um die Balance und um die Qualität, die du gerade brauchst oder die ein Raum braucht.

Wenn wir in Farben denken, dann ist Yin schwarz und Yang ist weiss. Yin steht für das Weibliche und Yang für das Männliche. Yin steht für den Mond und die Nacht und Yang für die Sonne und den Tag. Yin ist das passive, ruhige und Yang das aktive, bewegte Element. Yin ist kalt, Yang ist heiss. Yin ist weich, Yang ist hart. Yin ist schwer, Yang ist leicht. Yin ist niedrig, Yang ist hoch. Yin ist matt, Yang ist glänzend. Yin ist absteigend, Yang ist aufsteigend.

Wieso die Balance zwischen Yin und Yang so wichtig für dich & dein Zuhause ist und wie du es für dich nutzen kannst, um ein Wohlfühlzuhause zu schaffen – das alles erfährst du hier.

Grundsätzlich leben die meisten von uns in einer sehr Yang-lastigen Welt. Wir sind ständig auf allen Kanälen erreichbar, jeder und alles ist (gefühlt zumindest) immer erreichbar, wir sind aktiv und tun ständig irgend etwas. Die Yin-Qualitäten, wie Ruhe, Rückzug, Sanftheit und einfach mal sein können, kommen häufig zu kurz.

Ich gebe dir mal ein paar Beispiele, wie wichtig die Balance auch im Alltag ist:

  • Mit lieben Menschen in Kontakt sein, die neuen Medien aktiv nutzen, ist eine wunderbare Sache. 24/7 präsent zu sein, ständig ein Kribbeln in den Fingern zu verspüren, wenn das Handy mal ausser Reichweite ist, bringt Anspannung und Unruhe mit sich.
  • Gemütlich einen guten Film geniessen, ist super für Herz und Seele. Unkontrollierte Dauerberieselung auf allen Kanälen, führt zu Unruhe und manchmal auch zu Aggressivität.
  • Regelmässige Bewegung ist super für deinen Körper. Zu viel Bewegung (exzessive Trainingsphasen) und zu wenig Bewegung (das Couch-Potato Syndrom) schadet deinem Körper.
  • Ab und zu ein Stück Schokolade macht glücklich. Jeden Tag zwei Tafeln Schokolade macht dick & träge.
  • Ein kurzes Sonnenbad täglich tut unserem Körper, unserer Seele und unserer Haut gut, macht glücklich. Mehrstündige Sonnenbäder in der prallen Sonne, schaden der Haut.
  • Wenn du deine Arbeit mit Freude und Begeisterung erledigst, nimmst du auch stressigere Phasen nicht als Belastung wahr, sondern als positiven Stress (Eu-Stress), wenn du hingegen jeden Tag 12 Stunden knüppelst und dich unter Druck setzt ist das negativer Stress (Di-Stress), der auf Dauer krank macht.
  • Ein Gläschen Wein zu einem leckeren Abendessen ist ein Genuss. Eine ganze Flasche jeden Abend tut deinem Körper nicht gut.

So wie in unserem Leben, geht es auch im Zuhause darum einen Ausgleich zu schaffen und ein Gleichgewicht herzustellen.

Als wir vor einigen Jahren in einem sehr modernen Neubau gewohnt haben, hatte ich zu Anfang das Gefühl, einfach nicht mehr zur Ruhe zu kommen. Bodentiefe Fenster, viel Metall, viel Helligkeit, sehr grosse und offene Räume, viel Grösse & Weite. Wunderschön anzuschauen, doch sehr kühl und aktiv vom Gefühl her. Ganz viel Yang halt. Ich habe erst angefangen, mich richtig wohl zu fühlen, als wir Vorhänge aufgehängt, im Wohnzimmer einen grösseren Teppich ausgelegt und jeweils eine Wand in fast jedem Raum in einer passenden Farbe gestrichen hatten. Das hat dann für mich zu einem wohligen Yin Gefühl geführt und enorm zur Wohlfühlatmosphäre beigetragen.

Interessanterweise sind wir danach in das komplette Gegenteil umgezogen. In ein kleines Fachwerk-Haus mit nicht allzu hohen Decken, Sichtbalken, kleinen Fenstern. Sehr gemütlich, sehr kuschelig, sehr yin-ig. Hier war es wiederum wichtig, ein paar Yang-Elemente einzubringen, weil wir ansonsten wohl gar nicht mehr aktiv gewesen wären. So haben wir den grössten Teil der Wände weiss gestrichen bzw. in einem hellen Sonnengelb. Wir haben zwei, drei USM-Möbel (viel Metall) gekauft und aufgestellt und sparsam dekoriert. Die Wirkung war wunderbar – ich habe mich in diesem Häuschen so wohl gefühlt, wie bisher noch in keinem Zuhause. Wieso wir dann irgendwann trotzdem ausgezogen sind, ist nochmals eine ganz andere Story, die ich mal zu einem anderen Zeitpunkt erzähle.

Yin und Yang

Tipps für einen Ausgleich von Yin und Yang in deinem Zuhause

Aktiv oder passiv – wie nutzt du den Raum?

Welche Energie vorherrschen soll, ist abhängig davon, wie du den Raum nutzen möchtest. Bist du darin eher aktiv oder eher passiv. Ist es ein Schlafzimmer, dem beruhigende Yin-Energie gut tut oder ein Esszimmer, in dem wir uns zum aktiven Austausch treffen und in dem wir deshalb mehr Yang-Qualität haben wollen. Auch im Arbeitszimmer und der Küche ist ein etwas höherer Yang-Anteil von Vorteil. Im Badezimmer wird hingegen die Yin Energie überwiegen, da du dich hier sicherlich eher entspannen möchtest und es natürlich ein sehr intimer Raum ist.

Idealerweise ist jedoch immer beides vorhanden, in unterschiedlicher Gewichtung. 

Happy Tipp: Überlege dir, wie du die einzelnen Zimmer in deinem Zuhause nutzen möchtest. Und dann überlege dir, wie du gezielt mehr Ruhe oder mehr Aktivität hinein bringen kannst.

Aktiv oder passiv – was brauchst du gerade?

Wie ist deine Lebenssituation momentan – was brauchst du gerade? Soll es eher ruhig und kuschelig sein, weil es gerade Winter ist und du dir einen kleinen Rückzug gönnen möchtest. Oder soll es eher aktiv und bewegt sein, weil du gerade auf einen Marathon trainierst oder eine Weiterbildung abschliesst. Hole dir Unterstützung von deinem Zuhause. Und sorge dafür, dass du dort die Energie bekommst, die dir gerade gut tut. Das heisst nicht, dass du dein Zuhause komplett auf den Kopf stellen musst, oft genügen ein paar Handgriffe und ein bisschen Umdekorieren.

Es kann sehr gut sein, dass du, wenn du in einem sehr Yin-lastigen Zuhause wohnst, eher träge und als Couch-Potato unterwegs bist. Oder wenn es sehr Yang-lastig ist, dass du einfach nicht zur Ruhe kommst und dich immer gestresst und getrieben fühlst. Finde hier dein persönliches Gleichgewicht.

Happy Tipp: Fange mit einem einzigen Zimmer an und bringe dort mehr Yin oder Yang hinein – je nachdem, was du gerade brauchst.

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Leuchtend oder gedeckt, weiss oder bunt – Farben machen einen grossen Unterschied

Denke nur mal an die Signalfarbe Rot und dann stelle dir vor, dass dein Schlafzimmer in einem quietschigen Rot gestrichen ist. Na ja, vielleicht tut es der feurigen Liebesenergie erst mal gut – doch das könnte auch sehr schnell sehr anstrengend werden und es kann sein, dass du dann viele durchwachte Nächte hast.

Wenn du dir hingegen vorstellst, dass dein Schlafzimmer in einem ruhigen Beige- oder gedeckten Blau-Ton gestrichen ist, entspannst du dich sicherlich sehr schnell und kannst die Ruhe geniessen.

Grundsätzlich kann es sehr schön sein, in einzelnen Räumen Farbakzente zu setzen – vielleicht ist es eine frühlingsgrüne Wand in der Küche oder ein Vorhang in einer Farbe, die dir gut gefällt. Doch überlege auch hier immer, wie aktiv oder passiv wird dieser Raum genutzt und dann nutze die Kraft der Farben genau dafür. Auch hier gilt wieder: Weniger ist mehr.

Happy Tipp: Du musst nicht gleich die Wände streichen, wenn du mehr Farbe in dein Zuhause bringen willst. Du könntest zum Beispiel auch mit einem Bild, einer Decke, einem Teppich, Vorhängen, Deko-Artikeln … anfangen. Und dann schau mal, wie es dir gefällt und was sich für dich verändert.

Warm oder kalt – Materialien wirken

Sicherlich bist du schon mal in einen Raum gekommen und hast gefröstelt, obwohl es nicht kalt darin war. Dies kann an kühl wirkenden Materialien liegen. So wirken zum Beispiel grosse bodentiefe Fensterflächen, Fliesenboden, Chrom und Stahl auf den ersten Blick stylisch, auf den zweiten Blick kühl. Auch wenn das Attribut kalt Yin zugeordnet wird, ist es trotzdem Yang-lastig, da es in diesem Fall um die Wirkung geht. Andererseits kann es passieren, dass du in einem dunklen Raum mit vielen schweren Holzmöbeln, grossen Teppichen oder Teppichboden und schweren Vorhängen Beklemmungen bekommst. Hier ist dann eindeutig zu viel Yin am Werk. Besser ist es auch hier wieder, eine Balance zu finden. So kann die Yang-Qualität durch dicke Vorhänge an den Fenstern und einem schönen Teppich auf dem Boden gemildert werden. Mehr Yin hält Einzug. Oder leichte Vorhänge, helle Wandfarben und das eine oder andere Möbelstück aus leichtem Metall oder Kunststoff bringt Yang-Qualität und mindert das Yin.

Eckig oder rund - Formen wirken auch

Ebenso wie Materialien, werden auch Formen Yin und Yang zugeordnet. Alles, was oval, rund, quadratisch oder waagrecht ist, hat Yin Qualität. Alles, was eckig, spitz oder senkrecht stehend ist, hat Yang Qualität.

Gegensätze ziehen sich an – und sorgen für eine lebendige Atmosphäre.

Richte dein Zuhause so ein, dass du dich rundum wohlfühlst

  • Je mehr beide Energien, also Yin und Yang, in deinem Zuhause am Werke sind, umso wohler wirst du dich vermutlich fühlen.  Immer abhängig davon, für welche Zwecke du den Raum nutzt. Einem hypermodernen Neubau mit viel Glas und Sonnenlicht tut es häufig gut, wenn es auch ein paar schwere Möbelstücke gibt, ein paar gedecktere Farben und Rückzugsmöglichkeiten geschaffen werden. Oder anders ausgedrückt: Das passive Yin steht für runde, ovale oder quadratische Formen, für eine gedämpfte Beleuchtung (zum Beispiel Kerzenlicht), gedeckte Farben und ruhige Muster. Das aktive Yang steht für spitze, nach oben strebende Formen, eine helle Beleuchtung, leuchtende, klare Farben und lebendige Muster.
  • Alles entwickelt und alles verändert sich. Nimm diese Veränderung mit und auf in deinem Zuhause.  Das heisst, passe dein Zuhause deinem Lebensstil und deinen Zielen an. So kann es dich besser unterstützen.
  • Setze eher auf Qualität, als auf Quantität bei der Wahl deiner Einrichtungsgegenstände. Du möchtest ja schliesslich lange Freude daran haben.
  • Weniger ist mehr. Setze lieber weniger Dinge in Szene und lass Dinge gehen, die du weder schön noch nützlich findest.
  • Gib deinen Lieblingsdingen einen prominenten Platz. So gibst du ihnen die Bedeutung, die ihnen zusteht und du kannst dich besser daran erfreuen.
  • Arrangiere Deko-Artikel so, dass sie wirken können. Eine ungerade Zahl wirkt immer harmonischer, als eine gerade Zahl. Also drei oder fünf Rosen in einer Vase arrangiert. Fünf oder sieben Kerzen auf einem Tablett. Am besten in unterschiedlichen Höhen. Das wirkt spannend und lenkt den Blick.
  • Finde den roten Faden, der sich durch dein Zuhause zieht. Betrachte die einzelnen Räume nicht isoliert, sondern als Gesamtkunstwerk. Und zwar als Kunstwerk, das da ist, um dich zu erfreuen, dich zu unterstützen und dir Energie zu schenken.
  • Und am allerwichtigsten: Finde deinen persönlichen Stil. Nicht jeder neue Einrichtungstrend ist für dich und dein Zuhause gemacht. Letztendlich ist es viel wichtiger, dass du dich in deinem Zuhause wohlfühlst und dass es deine Persönlichkeit widerspiegelt.

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Yin und Yang fürs Wohlfühlzuhause

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