Ordnung im Kleiderschrank: Mit diesen Tipps klappt das Ausmisten

Okt 07
Ordnung Kleiderschrank

So schaffst du Ordnung im Kleiderschrank

Die durchschnittliche Frau (manche tun es also noch viel länger), steht 17 Minuten am Tag vor ihrem Kleiderschrank und denkt: Hilfe, was soll ich bloss anziehen? Hilfe, ich habe nichts anzuziehen (obwohl der Schrank proppenvoll ist)? Hilfe, das passt doch alles gar nicht zusammen. Juhu, ich muss einkaufen gehen…

Wenn man das dann mal so hochrechnet, sind es mehrere Lebensmonate, die im Laufe eines Lebens dafür aufgewendet werden. Für solch eine unsinnige Tätigkeit, wenn man es sich mal recht überlegt. Das erschreckt mich jetzt doch. Und ich fange wieder an, über die Capsule Wardrobe nachzudenken.

Bei Männern sind es übrigens um die 13 Minuten, die sie täglich für die Klamotten-Entscheidung benötigen. Wenn sie nicht Herr Zuckerberg, Herr Obama oder Herr Cash heissen – diese schlauen Herren, haben nämlich einen minimalistischen Kleidungsstil entwickelt. Ganz schön schlau, schaffe ich nur leider nicht – was das genau bedeutet, kannst du hier nachlesen.

Ich bin immer ganz erleichtert, wenn ich mich bereits am Abend vorher entschieden habe, was ich anziehe. Das bringt so viel Entspannung in den frühen Morgen.

Der Traum (in einer idealen Welt):

Wie schön wäre es doch, morgens mit einem Lächeln vor dem Kleiderschrank zu stehen. Lauter Lieblingsklamotten zu sehen und einfach hinein zu greifen, in dem Wissen: Ich fühle mich in jedem einzelnen Teil wohl und kenne die Kombinationsmöglichkeiten.

Die Realität (so isses):

Ich stehe vor dem Kleiderschrank und fühle mich erst mal erschlagen. Ich greife hinein, ziehe was raus – und bin mir unsicher, was ich dazu anziehe. Nach ca. 17 Minuten habe ich mich dann entschieden. Schon etwas genervt.

Seit Wochen drücke ich mich schon davor, das Ausmisten meines Kleiderschrankes anzugehen.

Am Wochenende habe ich endlich angefangen. Und es geschafft, sage und schreibe 10 Teile zu entsorgen. Ich bin jetzt nur noch 85 Teile (oder so) von einer Capsule Wardrobe entfernt. Schuhe nicht mitgezählt, die man eigentlich mitzählen sollte.

Doch immerhin: Der Kleiderschrank ist jetzt wieder übersichtlich geordnet. Das willst du auch?

Dann probiere mal meine Tipps aus.


Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für einen ordentlichen Kleiderschrank

(der keine Capsule Wardrobe ist)

Schritt 1 der Vor-Arbeit, die die eigentlichen Schritte erleichtert: Ziel setzen

Frage dich, was genau möchtest du mit deiner Ausmist-Aktion erreichen. Was ist dein Ziel?

Hier mal ein paar Beispiele, was sein könnte: Ich möchte einen Überblick bekommen, was ich alles besitze und eine sinnvolle Ordnung im Schrank haben (wie sieht deine sinnvolle Ordnung aus – werde hier sehr konkret). Oder: Ich möchte meinen Klamottenbestand um mindestens 15 Teile reduzieren. Oder: Ich möchte meinen Schrank nach Farben und / oder nach Einsatzmöglichkeiten (Business, Sport, Freizeit) sortieren. Ich möchte alle Klamotten in einem Schrank haben (nicht über mehrere Orte verteilt).

Auch hier – wie überall gilt – kleine Schritte führen zum Ziel. Wenn du 5 Schränke und 8 Kommoden hast (ich übertreibe), wirst du es im ersten Schritt wahrscheinlich nicht hinkriegen, auf 1 Schrank und 1 Kommode zu reduzieren. Aber vielleicht im 5. oder 6. Schritt.

Schritt 2 der Vor-Arbeit: Fokussieren & klares Bild

Schreibe dir dein Ziel oder deine Ziele auf. Das hilft dir, fokussiert zu bleiben. Sinnvoll kann es auch sein, eine kleine Skizze anzufertigen (geht natürlich auch im Kopf), auf der du deinen Kleiderschrank aufzeichnest und dann einzeichnest, wo was Platz finden soll. Wichtig ist, dass du ein klares Bild bekommst, wieviel Platz dir zur Verfügung steht und wie du ihn nutzen willst. Klamotten in andere Schränke oder Kommoden auszulagern, kann eine kurzfristige Problemlösung sein. Ist jedoch auf Dauer nicht unbedingt sinnvoll.

Fertig?

Dann gibt’s zur Belohnung, dass du die Vorarbeit bravourös gemeistert hast, eine kleine Tee- oder Kaffeepause bevor es weiter geht mit diesen Schritten.

Schritt für Schritt zum ordentlichen Kleiderschrank: In 6 Schritten bist du dort

  • Räume alles aus. Anders geht es einfach nicht, wenn du wirklich Ordnung schaffen willst. Zu allem zählen auch die Klamotten, die du in der Kommode verstaut hast oder in der Unterbettablage oder im Keller. Oder wo auch immer.
  • Bilde Zwischenlager auf dem Bett oder einer anderen Fläche, auf der du viel Platz hast, um einen Überblick zu bekommen. Brauchst du nämlich gleich.
  • Putze den Kleiderschrank, die Kommode … so dass es sauber ist und gut riecht. Während es vollständig trocknet, kommt der Big Part.
  • Nimm jedes Kleidungsstück in die Hand und sortiere es auf einem der folgenden Stapel ein. Triff die Entscheidung für jedes Kleidungsstück gleich. Ansonsten sitzt du bis zum Sankt Nimmerleinstag da.

Sinnvolle Klamottenstapel könnten so aussehen:

Happy Tipp: Damit du den Überblick behälst, habe ich einige Vorlagen für dich vorbereitet, die du am Ende der Seite kostenlos downloaden kannst.

Behalten: Absolute Lieblingsklamotten. Trage ich ständig, wenn sie nicht gerade in der Wäsche sind.

Auch behalten: Habe ich gerne. Trage ich häufig bis manchmal.

Behalten Special: Spezielle Gelegenheiten. Wie zum Beispiel Abendkleider oder Hochzeitskleid oder ähnliches. Diesen Stapel könntest du auch in einen anderen Schrank auslagern, wenn Platz vorhanden ist, da du diese Klamotten selten brauchst.

Ausmisten und weiter: Habe ich nicht gerne, passt nicht so richtig, habe ich schon mindestens 1 Jahr nicht mehr getragen. Sieht jedoch noch so gut aus, dass du es spenden, verkaufen oder an eine liebe Freundin geben kannst.

Ausmisten und weg: Das geht gar nicht mehr. Ist zerschlissen, hat Löcher, Flecken, die nicht mehr rausgehen. Weg damit.

Unentschieden: Irgendwie ja, irgendwie nein. Dies ist der Notfall-Stapel, wenn du dich bei dem einen oder anderen Kleidungsstück nicht für einen Stapel entscheiden kannst. Halte diesen Stapel jedoch so klein wie möglich.

Unterwäsche, Strümpfe, Socken, Strumpfhosen: Hier kommst du wahrscheinlich schneller durch und prüfst einfach, was noch intakt ist.

Erinnerst du dich an die 80 / 20 Regel? Auch im Kleiderschrank gilt: Du trägst höchstwahrscheinlich 20 % deiner Klamotten (die Lieblingsklamotten), an 80 % der Tage.

  • Mache nun weiter mit deinem Unentschieden-Stapel. Falls du dich immer noch nicht entscheiden kannst, packe diese Klamotten in eine Kiste, stelle sie auf die Seite und versprich dir selbst, dass du dich bis spätestens in einer Woche darum gekümmert hast. Ansonsten kommt es weg.

Zeit für Selbstlob

Klasse – du bist toll!

Viele grosse Schritte sind erledigt.

 


  • Finde einen schönen Platz für alles, was du behalten möchtest. Nimm dazu jetzt deine Ideen für die Gestaltung des Kleiderschranks zur Hand und räume dementsprechend ein.

Ideen für Sortiermöglichkeiten:

  • Nach Aktivitäten: Also Business, Sport, Freizeit etc.
  • Nach Art des Kleidungsstücks: Hosen kommen zu Hosen, Pullis zu Pullis …
  • Nach Farben: Gleiche Farben werden zusammen sortiert

Wie fühlt es sich an? Bist du happy mit deiner neuen Ordnung?

Die nächsten Tage und Wochen kommt jetzt der Praxistest. Passt die neue Ordnung so für dich? Dann beibehalten. Ist es noch nicht so ideal, sortiere um – und zwar solange bis es für dich richtig ist. Dann fällt es auch viel leichter, zukünftig Ordnung zu halten.

Zusatztipp Nr. 1: Verwende gleichartige Kleiderbügel. So kommt mehr Ruhe in den Schrank. Und die Klamotten hängen alle auf einer Höhe.

Zusatztipp Nr 2: Wenn du wissen möchtest, ob du bestimmt Kleidungsstücke überhaupt noch trägst, fange an, die Bügel umzudrehen, sobald du das daran aufgehängte Kleidungsstück anziehst. So siehst du dann ein paar Wochen sehr schön, was noch getragen wird und was nicht mehr.

Zusatztipp Nr. 3: Manche schwören darauf, ihre Shirts zu rollen oder als kleine Päckchen zu falten, um sie dann aufstellen zu können. Das hat viele Vorteile – von faltenfreier bis besserer Überblick. Doch ich kriege das nicht richtig hin bzw. die Rollen (oder Päckchen) fallen immer um, wenn ich eines herausziehe. Doch vielleicht klappt es ja bei dir. Google mal nach Marie Kondo. Sie beschreibt in Magic Cleaning genau, wie es geht.

Vorlagen für deine Kleiderschrank-Ausmist-Session.  Kostet nix, bringt viel.

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